Taufanerkennung

22.04.2014

Riva San Vitale TI, 21.4.14 (Kipa) Die Taufe ist im Leben eines Menschen einmalig und unwiederholbar. Dieser Grundsatz steht in der gegenseitigen Anerkennung der Taufe, die am Ostermontag, 21. April, in Riva San Vitale TI von Vertretern von sechs Kirchen unterzeichnet wurde, teilte die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH) am Montag mit. Die römisch-katholische, die evangelisch-reformierte und die christkatholische Kirchen in der Schweiz anerkennen dieses Prinzip seit 1973. Neu gehören auch die Lutheraner und die Anglikaner zu diesem Kreis.

Für Rita Famos, Präsidentin der AGCK-CH, ist die Unterzeichnung der gegenseitigen Taufanerkennung durch nunmehr sechs Kirchen ein «wichtiger Schritt für die Ökumene», heisst es in der Mitteilung weiter. «Sie stellt ein starkes Zeugnis für die Einheit der Kirche dar und zeigt der Welt, dass wir das Evangelium zusammen verkünden wollen, in Wort und Tat und in der gemeinsamen Nachfolge Christi.»

Die mehrsprachige Feier fand teils im Baptisterium von Riva San Vitale statt, dem ältesten christlichen Bauwerk der Schweiz, teils in der Pfarrkirche des Tessiner Dorfes.

Vertreter von sechs Kirchen unterzeichneten die Ausweitung der Taufanerkennung. Für die römisch-katholische Kirche setzte der Westschweizer Bischof Charles Morerod seine Unterschrift unter das Dokument. Die evangelisch-reformierte Kirche vertrat Gottfried Locher, Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes. Weitere Unterzeichner waren Harald Rein, Bischof der Christkatholischen Kirche der Schweiz, Elisabeth Benn, Präsidentin des Bunds der Evangelisch-lutherischen Kirche in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein, Peter M. Potter, Vertreter der anglikanischen Kirche, sowie Patrick Streiff, Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche in der Schweiz.

Schwieriger Auftrag für Christen

Der Auftrag Jesu, «macht alle Völker zu meinen Jüngern und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes» sei «eine unmögliche, erschreckende Aufgabe», sagte Morerod laut Mitteilung in seiner Predigt. «Wenn nicht Jesus uns versichert hätte, er werde mit uns sein alle Tage, bis ans Ende der Welt.»

Im Rahmen der Feier, an der 17 Geistliche und Kirchenvertreter mitwirkten, erzählten Christen unterschiedlicher Konfessionen, welche Bedeutung die Taufe in ihrem Leben habe.

Anwesend waren an der Feier auch Vertreter der Heilsarmee, der Baptisten und der Orthoxen. Ihre Kirchen haben das Dokument aus unterschiedlichen Gründen nicht unterzeichnet. Die Heilsarmee und der Bund der Baptisten begrüssen jedoch dessen Unterzeichnung. Die orthoxen Kirchen, obschon an der Erarbeitung der Erklärung beteiligt, können es zurzeit aus Rücksicht auf ihre Mutterkirchen nicht unterschreiben.

Bericht von (kipa/com/arch/bal)

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