Ostern 2014

Heiliggrab 1883 in Kobelwald
Heiliggrab 1883 in Kobelwald: hergestellt in der Werkstatt Kraft-Mayr im oberbayrischen Freising. Darstellung: Auferstehung. Das noch gut erhaltene Heiliggrab wurde vor dem Bildersturm wegen Platzmangel nach der Renovation 1951 letztmals aufgestellt. (Öffnungszeit Pfarrkirche Kobelwald: Karfreitag bis u.mit Ostermontag jeweils von 0800-2000 Uhr.)
15.04.2014

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Website

Wir sind mitten in der Heiligen Woche – den acht Tagen vom Palmsonntag  bis zum Osterfest - die in allen christlichen Konfessionen an das Leiden, Sterben und die Auferstehung Christi erinnern. „Kar“ ist hergeleitet vom althochdeutschen Wort „chara“ oder „kara“ – was klagen und trauern bedeutet.

Hoher Donnerstag oder auch Gründonnerstag

Die Abendmesse von heute, Donnerstag erinnert an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Während der Messe verstummen Orgel und Glocken, sie schweigen nun bis zur Osternacht, auch Kreuz und Altar sind verhüllt.

Karfreitag

Für evangelische Mitchristinnen und Mitchristen ist der Karfreitag der höchste Feiertag im Jahr. In der katholischen Kirche wird (wie auch am Karsamstag) keine Eucharistie gefeiert. Am Nachmittag, meist zur dritten Stunde, versammeln sich die Gläubigen zum Gottesdienst, der anders gestaltet ist als alle  anderen im Jahr. Christinnen und Christen gedenken des Leidens und Sterbens Jesu am Kreuz. Die Kreuzverehrung steht in den katholischen Kirchen im Mittelpunkt, ebenso das Gebet für die Kirche und die ganze Welt.

Grabesruhe

Es folgt die Grabesruhe am Karsamstag, der der stillste Tag im Kirchenjahr ist. An diesem Tag „steht“ die Kirche am Grab Jesu, trauert um seinen Tod und er- wartet seine Auferstehung. Die Kirchenglocken schweigen.

Osternacht

Nach dunklen Tagen beginnt in der Osternacht etwas Neues: Jesus hat durch seine Auferstehung den Tod besiegt. Die Feier ist geprägt durch die Symbolik von Licht und Wasser. Osterfeuer und Osterkerze werden entzündet, die Gottesdienstbesucher(innen) ziehen mit ihrer daran entzündeten Kerze in die noch dunkle Kirche ein. Der Liturge singt zur Lichtfeier am Ambo das Exsultet („frohlocket“). Christus wird als das Licht der Welt gepriesen und seine Auferstehung wird in Verbindung mit dem im Alten Testament geoffenbarten Heilsplan gestellt.

Eine ganze Reihe von Heilsereignissen, in denen Gott barmherzig an seinem Volk gehandelt hat, berührt die Mitfeiernden.

Der Text des Exsultet erinnert an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten genauso wie an das Sterben und die Auferstehung Christi. So wie Gott sein Volk sicher durch das Wasser des Roten Meeres geführt und vor dem Heer des Pharao gerettet hat, so sind die auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes Getauften sein neues Volk, eine Gemeinschaft der für immer Geretteten und Erlösten. In der Feier erneuern alle Mitfeiernden ihr Taufgelübde.

Das Licht der Osterkerze, so die Symbolik, leuchtet weiter bis zum Morgen, bis die Sonne aufgeht – die Christus ist, der am Ende der Zeiten wiederkehren wird. Das Exsultet endet mit dieser Erwartung. 

„Sie (die Osterkerze) leuchte, bis der Morgenstern erscheint,
jener wahre Morgenstern, der in Ewigkeit nicht untergeht:
dein Sohn, unser Herr Jesus Christus,
der von den Toten erstand,
der den Menschen erstrahlt im österlichen Licht;
der mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit.
Amen.“

(Sabine Rüthemann)

Frohe Ostern

Bischof Markus Büchel, Bistumsleitung und die Mitarbeitenden der Bischöflichen Kanzlei wünschen Ihnen einen ruhigen und besinnlichen Karfreitag und ein Frohes Osterfest. Besuchen Sie uns über die Ostertage auf Facebook (www.facebook.com/BistumSG).
 

Unsere Büros sind ab heute Donnerstag, 16.30 Uhr geschlossen, ab Dienstag sind wir gerne wieder für Sie da.

 
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