Seelsorgeeinheit Steinerburg

24.02.2014

Vier Pfarreien als Seelsorgeeinheit vereint

 

Gestern Sonntag fand in der katholischen Pfarrkirche Mörschwil durch Domdekan Guido Scherrer die Errichtung der Seelsorgeeinheit „Steinerburg“ statt, zu der die Pfarreien Steinach, Tübach, Mörschwil und Berg-Freidorf gehören.

 

Es war in der St. Johannes-Pfarrei in Mörschwil ein Gottesdienst dem Anlass entsprechend, doch in allen Belangen Bezug nehmend auf den künftigen gemeinsamen Weg. Die in Abwesenheit von Bischof Markus Büchel von Domdekan Guido Scherrer zelebrierte Eucharistiefeier war umrahmt vom Chorgesang der Kirchenchöre Mörschwil und Steinach unter der Leitung von Wilfried Ammann. Damian Käser vom Amt für Pastoral und Bildung des Bistums St.Gallen, der von Beginn der Erarbeitung der Seelsorgeeinheit für die vier Pfarreien dabei war, fiel die Aufgabe zu, Hintergründe über die Seelsorgeeinheit zu erläutern und auch den Inhalt des Errichtungsdekretes von Bischof Markus Büchel zu verlesen. Die offizielle Übergabe des Dokuments erfolgte durch Domdekan Guido Scherrer.

 

Nicht mehr Pfarrer von Mörschwil

Für die Gläubigen der Pfarrei Mörschwil ist die heutige Situation neu. Mit der Konstituierung der Seelsorgeeinheit ist Pater Peter Meier von Bischof Markus Büchel zum Pfarradministrator ernannt worden. Damit hat sich sein Aufgabenbereich geändert, hatte er doch während 21 Jahren dieses Amt in der Pfarrei Mörschwil inne. Als Administrator in der Seelsorgeeinheit Steinerburg ist er zuständig für alle Belange in der Gruppierung, die nur ein geweihter Priester ausführen kann. Das Pastoralteam mit Martha Heitzmann, Pfarreileiterin Steinach, Judith Romer-Popp, Pfarreileiterin Berg-Freidorf und Pfarreileiter Bernd Ruhe, Mörschwil, ist künftig gemeinsam für das Wohl der vier Pfarreien verantwortlich.

 

Eine Chance für die Zukunft

Bereits bestehen im Bistum St.Gallen mit der am gestrigen Sonntag neu konstituierten Seelsorgeeinheit deren 25. Unter dem Druck des immer grösser werdenden Priestermangels hatte bereits Bischof Ivo Fürer das Konzept dafür erarbeitet. Diese Form der Seelsorge wird von Seite des Bistums auch als Chance gewertet, die Zusammenarbeit zu fördern und zu nutzen, um die aktuellen pastoralen Herausforderungen unter den heutigen gesellschaftlichen Bedingungen annehmen zu können. Der wirklich festliche Akzent im Gottesdienst war nicht zu übersehen. Im Hinblick auf die angestrebte und notwendige Zusammenarbeit nahmen an der Feier auch die Pfarrei- und Kirchenräte sowie Ministrantinnen und Ministranten der vier Pfarreien teil. Damit sollte signalisiert werden, dass die Zusammenarbeit künftig auf allen Stufen der Pfarreien notwendig sei.

 

Ein Etappenziel erreicht

Pfarreiratspräsidentin Isabelle Müller Stewens sieht die Zusammenarbeit mit den drei Pfarreien positiv. „Wir kennen das Gefühl dieser Zusammenarbeit noch nicht. Doch mit der heutigen Konstituierung der Seelsorgeeinheit „Steinerburg“ ist ein Etappenziel erreicht. Wir haben zu den anderen Räten ein sehr kollegiales Verhältnis. Ich bin optimistisch, dass das gut kommt“. Und auch die Wahl des Namens „Steinerburg sei in Mörschwil gut angekommen. Für Domdekan Guido Scherrer ist die Seelsorgeeinheit eine Massnahme in der aktuellen Situation. „Die Seelsorgeeinheit wird vielleicht die nächsten 20 Jahre aktuell sein. Sie ist heute eine Antwort auf die Zeit, wie sie nun hinter uns liegt, denn wir springen mit den Lösungen den Problemen ja stets hinterher“, sagt der Domdekan. (Fritz Heinze, Steinach)

 

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