Gallustag 2017

Bischöfe Benno Elbs und Markus Büchel mit Dompfarrer Beat Grögli am Altar.
Bischöfe Benno Elbs und Markus Büchel mit Dompfarrer Beat Grögli am Altar.
17.10.2017

Festpredigt von Bischof Benno Elbs am Gallustag

„Ich muss zugeben, der Heilige Gallus war zuerst bei Euch in Bregenz, erst dann führte ihn sein Weg nach St.Gallen“, wandte sich Bischof Markus Büchel gestern zu Beginn des Festgottesdienstes schmunzelnd an den Bischof der Diözese Feldkirch. Benno Elbs führte in seiner Festpredigt Gedanken zu wesentlichen Merkmalen der christlichen Gemeinden auf. Dies lebensnah, im Blick auf die heutige Zeit und gespickt mit einer guten Prise Humor.

„Der Rhein verbindet unsere zwei Diözesen: das Vorarlberger Bistum Feldkirch und das Bistum St.Gallen“, sagte Bischof Markus Büchel einleitend zum Pontifikalamt am Gallustag. Er gratulierte seinem Mitbruder an dieser Stelle ganz herzlich zum Geburtstag, den er immer am Gallustag feiern darf. Die rund 900-köpfige versammelte Gottesdienstgemeinde bekräftigte die Gratulation mit einem spontanen Applaus.

Die Festpredigt des Vorarlberger Bischofs sprach die Gläubigen in der Kathedrale an, das wurde nach dem Gottesdienst durch viele positive Rückmeldungen deutlich. Benno Elbs betonte im ersten Gedanken, dass die christlichen Gemeinden Zeugnis dafür geben, dass Gott jeden Augenblick mit uns Menschen verbunden ist. „Heute ist oft wenig Gottesbedarf spürbar“, sagte Benno Elbs. Und doch spüre er, dass es viele Gottsuchende gebe. Kirche sein bedeute  ein ständiges Unterwegssein. „Die verweilen haben Heimat, doch die wandern haben die Welt“, zitierte er den österreichischen Autor Stefan Zweig. „Gott hat die Strassen, die ihr beschreitet, wissend bereitet, Wandervolk, Gottesvolk auf in die Welt“.

Bischof Benno forderte dazu auf, die Güte des Herzens zu leben und nannte die Stichworte Zuwendung, Zärtlichkeit und Zeit. Und passend zur grossen Gottesdienstgemeinde sprach Benno Elbs über die gemeinsame Freude und das Feiern. „In Vorarlberg wären kaum an einem Werktag (der Gallustag ist bekanntlich kein öffentlicher Feiertag) so viele Menschen in einem Gottesdienst versammelt“, freute er  sich. Die Welt brauche auch Humor und  Humor bewies Benno Elbs im Erzählen einer Anekdote zum Thema Predigtkurs. Ein Kursleiter habe die Teilnehmenden aufgefordert, zur Predigt ein freundliches Gesicht zu zeigen, „so als ob ihr vom Himmel herab redet“. Ein Teilnehmer habe darauf gefragt, wie denn die Mimik sein solle in einer Predigt über die Hölle. „Dann können sie bleiben wie sie sind“, habe der Kursleiter geantwortet. Was Bischof Benno humorvoll aufzeigte war: „Christsein hat mit Freude zu tun, mit einem Ja zur Welt und zum Leben“. Alle seien aufgefordert, als Christinnen und Christen Zeugnis für diese Freude zu geben.

Wie in jedem Jahr wurde der Gottesdienst mitgestaltet durch wunderbare Kirchenmusik inklusive Gallussequenz und Galluslied. Trachtenleute aus verschiedenen Teilen des Kantons feierten den Gottesdienst mit und vier Schweizergardisten erinnerten daran, dass auch die Diözesen von St.Gallen und Feldkirch zur grossen Familie der Weltkirche gehören.

 
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