St.Galler Wahrzeichen feierte Geburtstag

250 Jahr Jubiläum Kathedrale St. Gallen. Begegnungen im Klosterhof.
250 Jahr Jubiläum Kathedrale St. Gallen. Begegnungen im Klosterhof.
14.08.2017

„Ich bin vielleicht nicht der beste Bischof, aber unser Bistum hat die schönste Kathedrale“, sagte der sichtlich gut gelaunte Bischof Markus Büchel in seiner Begrüssung. Er erntete spontan fröhliches Lachen der Gottesdienstgemeinde. Der 250. Geburtstag der Kathedrale am Sonntag, 13. August, wurde zum frohen Fest mit Liturgie, wunderbarer Musik und Begegnung im Schulhof der flade.

Wie es sich für ein Geburtstagsfest gehört, feierten viele Gäste mit: rund 1500. Unter ihnen das Domkapitel, der Administrationsrat und Kollegienräte, Ständerätin Karin Keller-Sutter, Regierungs- und Stadträte sowie Ordensleute.

Die Geburtstagsfeier war eine liturgische und musikalische Würdigung für den grossartigen Barockbau, dies am Fest Mariä Aufnahme in den Himmel, dem Patrozinium der Bistumskirche. „Das Kirchengebäude ist von Menschen geplant und gebaut worden“, sagte Bischof Markus Büchel in seiner Predigt. Es berge aber viel mehr als Stein, Gips und Holz, nämlich „eine Botschaft, die nicht von Menschen sondern für Menschen gemacht ist“. Trotz aller baulicher und künstlerischer Veränderungen in den vergangenen Jahrhunderten bewahre die Kathedrale die Botschaft des Evangeliums.

Die 1400-jährige Geschichte der Gotteshäuser am Fuss des Steinachtobels lehrt: Geschichte ist immer Wandel und Veränderung. Einst war die Kathedrale Stiftskirche der Benediktinermönche, sie erlebte die Aufhebung des Klosters und die Neugründung des Bistums St.Gallen. Vom jungen Kanton wurde das Gotteshaus um 1817 in die Obhut der Katholikinnen und Katholiken gegeben. „Sie alle sind als Mitglieder des Katholischen Konfessionsteils heute im Besitz dieses wunderbaren Barockbaus“, wandte er sich speziell an die Gläubigen aus allen Regionen des Kantons St.Gallen.

Mitgestaltet wurde der Gottesdienst durch die Dommusik mit Chor, Solisten und Orchester unter der Leitung von Domkapellmeister Andreas Gut. Passend zum Patrozinium der Kathedrale erklang eine Haydn-Messe zu Ehren der Gottesmutter Maria. Die Trachtengruppe und vier ehemalige Schweizergardisten brachten zusätzlich Farbe in die Geburtstagsfeier. Gesegnete Kräutersträusschen und Jubiläums-Biberli wurden nach dem Gottesdienst verteilt. Danach ging das Fest im Schulhof der flade mit einer St.Galler Bratwurst weiter.


Schauen Sie auch den interessanten Film "Geheimnisse der barocken Kathedrale St. Gallen" vom Katholischen Medienzentrum kath.ch auf youtube.

 
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