Auf Augenhöhe unterwegs

Frauenbund SG-Appenzell bei Bischof Markus (Bild; Bistum St.Gallen)
v.l. Anna Maria Frei-Braun, Verbandsseelsorgerin; Mireille Mussak, Vizepräsidentin und Präsidentin Finanz-kommission; Regula Senn, Kantonalpräsidentin, Petra Reschke, Präsidentin Sozialkommission und Bischof Markus Büchel. Es fehlt: Ursula Gähwiler, Regionalvertreterin.
06.04.2016

Jährlich lädt Bischof Markus Büchel den Kantonalvorstand des kath. Frauenbundes St. Gallen-Appenzell zu Gespräch und gemeinsamem Essen ein. Präsidentin Regula Senn und ihre Vorstandsfrauen berichteten unter anderem vom Umzug der Geschäftsstelle, Rochaden bei den Regionalvertreterinnen und von neuen Herausforderungen der Ortsvereine in den Seelsorgeeinheiten.

Der Katholische Frauenbund St. Gallen Appenzell (KFB-SGA) hat aktuell rund 23‘000 Mitglieder in 118 Ortsvereinen. Als Einzel- und Gönnermitglieder sind im Kantonalverband 2'400 Mitglieder aufgenommen. Ebenso begleitet er über 60 Gruppen junger Frauen in den Regionen. Wie viele kirchliche Vereine und Verbände ist der KFB-SGA mit gesellschaftlichen und kirchlichen Veränderungen konfrontiert. Es wird schwieriger, die Vorstände und Präsidien der Ortsvereine zu besetzen, wobei ein deutlicher Unterschied besteht zwischen Stadt und Land, wo dies auch jetzt noch meistens einfacher ist. In einigen Ortsvereinen gelingt es gut, neue Mitglieder, sprich auch junge Frauen zu gewinnen. Andere sind überaltert und haben schlechtere Aussichten. Anna Maria Frei, Verbandsseelsorgerin betont: „Was Frauen von der Kirche brauchen hat sich gewandelt“. Früher fanden sich in den Ortsvereinen meist Mütter zusammen, die „weg vom Herd“ eine Ruheoase suchten in Gemeinschaft und im gemeinschaftlichen Beten. Heute sind die Mitglieder oft Frauen, die ausser Haus beruflich tätig sind, das hat Auswirkungen auf die Programmgestaltung. Vermehrt werden Migrantinnen in die Frauengemeinschaften eingebunden.

Beheimatung wesentlich

Die Zusammenarbeit der Pfarreien in Seelsorgeeinheiten hat den Vorteil, dass teils Frauengottesdienste oder Bildungsanlässe gemeinsam durchgeführt werden können. In manchen Orten werden katholische mit evangelisch-reformierten oder gemeinnützigen Frauengemeinschaften fusioniert. Dies veranlasste den Bischof zur Frage: „Wie sind die katholischen Frauengemeinschaften noch eingebunden in der Kirche?“. „Wesentlich ist uns, dass die Beheimatung in der Kirche nicht verloren geht, dass gelebte Gemeinschaft spürbar wird und dies auch in kirchlichen Räumen“, betont Regula Senn. Es gebe in vielen fusionierten Vereinen spezielle kirchliche Anlässe. Bischof Markus Büchel betonte, dass die Frauengemeinschaften „pastoral nicht in der Luft hängen dürfen“. Er animiert die Seelsorgenden, mit den Ortsvereinen zusammen zu arbeiten und den Frauengemeinschaften in den Seelsorgekonzepten einen festen Platz zu geben.

Zeit des Umbruchs

Regula Senn gestaltet mit ihrem Team eine Zeit des Umbruchs mit. Physisch spürbar wurde dies durch den Umzug des Sekretariates KFB-SGA sowie der Beratungsstelle Mütter in Not an den Oberen Graben (über dem Restaurant Stickerei). Schöne helle Räume und genügend Platz wirken sich positiv auf die Arbeit des Sekretariates wie auch auf die Klientinnen der Beratungsstelle aus. Der Kantonalvorstand nimmt sich der Aufgabe an die Organisation zu verschlanken, um auch in Zukunft Frauen zu finden, welche sich mit ihren Zeitressourcen in die Vorstandsarbeit eingeben können. Er wird sich in diesem Prozess extern begleiten lassen. Bischof Markus Büchel hörte an diesem Abend noch einige Neuigkeiten und spürte das Engagement der Vorstandsfrauen. Diese bedankten sich herzlich für die jährliche Begegnung auf Augenhöhe und den offenen Austausch. „Andere Kantonalverbände schauen oft neidisch auf unseren unkomplizierten und regelmässigen Kontakt mit dem Bischof“, sagte die Präsidentin des KFB-SGA. „Ich spüre, dass die Kirche und die Zusammenarbeit mit dem Bistum euch sehr wichtig ist“, sagte der Bischof und versprach, weiterhin eine offene Türe und ein offenes Ohr für Anliegen zu haben.
 
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