Prozess Neuland

Kirchliches Leben am Ort soll auch in zwanzig Jahren lebendig sein. Dazu braucht es Menschen, die ihre individuellen Begabungen und Interessen in den Dienst der Pfarrei stellen und Verantwortung übernehmen. Mit der Vergrösserung pastoraler Räume entstehen neue Formen des Engagements Freiwilliger zur Gestaltung der Pastoral in der Pfarrei, zum Austausch und zur Kooperation. Sie sind Ausdruck gegenseitiger Anerkennung und bilden die Grundlage für ein vernetztes Handeln. Hauptamtlich Seelsorgende unterstützen dieses Engagement und bereichern ihr Profil durch neue Aufgaben in der Begleitung, Beratung und Bildung der freiwillig Tätigen. Das Bistum St. Gallen hat sich im „Prozess Neuland“ auf den Weg gemacht, in dieser Richtung die Pastoral weiter zu entwickeln. Es ist ein Lernweg für alle Beteiligten, sowohl für die Bistumsleitung als auch für die hauptamtlich in der Seelsorge Tätigen, für die freiwillig Engagierten, für Kirchgemeinden und Pfarreien und ihre Gremien. Dieser Weg wird durch das SPI wissenschaftlich begleitet: Der Prozessverlauf auf Bistumsebene und in konkreten Pilotregionen wird dokumentiert. Relevante Themen werden pastoralsoziologisch und –theologisch reflektiert. Mit daraus resultierenden Impulsen wird der weitere Verlauf unterstützt. Die Beobachtungen werden VertreterInnen anderer Schweizer Bistümer kontinuierlich zur Verfügung gestellt.


Kontakt Pastoralamt unter Abteilung Pastorale Entwicklung und Beratung

Dokumente

Der Prozess Neuland des Bistums St. Gallen setzt diözesane Entscheidungen um, die Ergebnis eines längeren Dialogprozesses sind und in den Pastoralen Perspektiven als Optionen formuliert wurden. Zu einzelnen Aspekten wie z.B. der Arbeit in Seelsorgeeinheiten oder in Ressorts gibt es Arbeitshilfen.

Auch in anderen Diözesen sind Prozesse angestossen worden, in denen kirchliches Leben in grösseren pastoralen Räumen bei gleichzeitiger Nähe entwickelt wird. Dokumente anderer Diözesen und/oder Links auf entsprechende Seiten geben Aufschluss über Prozesse der Kirchenentwicklung dort und führen zu weiteren Informationen.

Fragmente

Prozesse wie der Prozess Neuland im Bistum St. Gallen werfen vielfältige Fragen auf: Welche Vision ist leitend? Welche Rahmenbedingungen gelten für das Engagement von Getauften, denen z.B. verstärkt Verantwortung für das kirchliche Leben am Ort übertragen wird? Wie verändert sich das Profil von hauptamtlich angestellten Seelsorgenden?

Der Werkstattbericht zu Grundlagen beschreibt, auf welchen Grundlagen der Prozess Neuland aufbaut und welche Strukturen angezielt werden. Der Profiltext, ebenfalls ein Werkstattbericht, beleuchtet Aspekte der Veränderungen im Profil des pastoralen Personals. Weitere theologische und soziologische Reflexionen zu verschiedenen Themen des Prozesses werfen Schlaglichter auf dessen Komplexität.

 

Instrumente

Pastoralentwicklung findet im Paradox statt. Es muss für die Zukunft von Kirche geplant werden – im Bewusstsein, dass dies letztlich nur sehr begrenzt steuerbar ist. Denn Prozesse wie der Prozess Neuland betreffen kirchliche Organisationen ebenso wie den Einzelnen. Sie sind zutiefst spirituelle Prozesse, geht es doch um das Bewusstsein, dass jeder Mensch Gaben hat, die er zum Wohl der Gemeinschaft einbringen kann, und um die Organisation von Strukturen, die dazu den Raum bieten sollen. Wie kann ein Prozess integrativer und partizipativer Kirchenentwicklung gefördert werden?

Eine Auswahl an Methoden und Massnahmen wird vorgestellt bzw. es wird per Link auf sie hingewiesen. So können z.B. thematisch abgestimmte Exerzitien im Alltag, Übungen zu kollegialer Führung u. a. m. hilfreiche Wege sein.

Medienechos

Interviews in Zeitschriften und im Radio sowie Artikel bieten Einblicke, wie der Prozess Neuland von verschiedenen Beteiligten erlebt und gesehen wird. Es kommen Vertreter des Pastoralamts, hauptamtliche Seelsorgende und freiwillig engagierte Getaufte zu Wort und berichten von ihren Erfahrungen. Insbesondere Artikel im Pfarreiforum der Seelsorgeeinheit Magdenau, einem Pilotprojekt im Prozess Neuland, zeichnen die bisherige dortige Entwicklung nach.

Allgemein

 

 

Pfarreiforum Magdenau


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